Reprise Teilnehmerin, Jacqueline N., 56 Jahre, Zürich

 

„In der Stille denken wir nach innen.“ *

 

woche53 – 3 Tage zu Fuss bei wunderbarem Frühlingswetter unterwegs, nur das Nötigste im Rucksack, die meiste Zeit draussen in der Natur – schon das allein tönt verlockend! Aber es war mehr als eine gewöhnliche Wanderung, das zeigte sich spätestens, als wir den Alltag hinter uns liessen und bewusst in den Entwicklungsraum eintraten, schweigend, alle mit der Frage beschäftigt, die sie an diesem Rückzugsangebot hat teilnehmen lassen. Immer wieder gab es Inputs, Einzelgespräche mit den Coaches, Hinweise auf Metaphern in der Natur, die weiterhalfen auf dem Weg zu einer Antwort.

 

Zwischendurch Pausen, um in das Tagebuch aufzuschreiben, was für Gedanken einem durch den Kopf gingen oder auch um Gedanken zu einem Thema, das die Coaches eingeführt haben, festzuhalten. Kleine Zusammenfassungen der Inputs, die gleich ins Tagebuch eingeklebt wurden, halfen, nichts zu vergessen und auch später noch an einzelnen Fragen zu arbeiten.

 

Ich habe den Genuss des Schweigens sehr schätzen gelernt. Auch wenn es daneben genügend Zeit zum Austausch unter den Teilnehmerinnen gab, war es wohltuend, einfach auch einmal zusammen schweigend zu gehen, zu sitzen oder in die Landschaft zu schauen.

 

Und am ersten Abend, nach dem Nachtessen, nach einem wunderbaren Sonnenuntergang und draussen an einem Feuer sitzend, dann zum ersten Mal die Erkenntnis, dass man schon ein Stück weitergekommen war – auf der Wanderung im Jura und auch auf dem inneren Weg zu einer Antwort.

 

Man muss offen sein, sich zwischendurch auf etwas Neues einzulassen: Ich hatte noch nie am Morgen draussen in der Natur Qi Gong gemacht, Energie gespürt. Ich habe mir viele Fragen, auf die uns die Coaches aufmerksam gemacht haben, noch nie gestellt. Und ich habe mich noch nie über einen so langen Zeitraum ausschliesslich mit mir und einer pochenden Frage beschäftigt.

 

Am dritten Tag, auf der Belchenflue, mit einer 360-Grad-Aussicht, habe ich meine persönliche Antwort gefunden: Die Berg- und Hügelketten lagen alle in einem leichten Dunst, nur die erste Hügelkette war klar zu erkennen. So klar, wie mein erster Schritt, den ich nach der woche53 machen wollte. Noch sah ich nicht hinter den Horizont, aber für mich war klar, dass ich erst auf der nächsten Kette sehen würde, wie genau die dahinterliegende Kette aussieht. Und eine Gewissheit hatte ich: Die Antwort liegt in mir!

 

Kurz bevor wir wieder in den Alltag zurückkamen, hatten alle konkret für sich einen ersten Schritt definiert, den wir innert weniger Tage nach Rückkehr in die Tat umsetzen wollten. Das war ein Abschluss, der mir persönlich sehr viel Schwung gegeben hat.

 

* Zitat von Angelika Emmert