Reprise Teilnehmerin, Monika H., 40 Jahre, Zürich

 

Dieses Leben bietet so viel mehr

 

Im Mai 2012 gab mir mein Arbeitgeber die Chance, die woche53 zu absolvieren. Schon der Titel „woche53“ sowie die Ausschreibung dazu mit den Hauptthemen: Klarheit – Entschiedenheit – Selbstverantwortung, haben tiefe Gefühle in mir ausgelöst. 

 

Ein fünftägiger Rückzug – Zeit mit mir selber – was mir und der Firma das wohl bringen mag? So stand ich am Sonntag Nachmittag mit einem 12 kg schweren Rucksack und mit Wanderkleidern ausgerüstet am Bahnhof Luzern, wo die woche53 startete. Eine besondere Woche lag vor mir respektive vor meinen Füssen, denn als Rückzugsort gabs nicht ein bequemes 5 Sterne-Wellnesshotel, sondern die Natur und bescheidene Unterkünfte entlang des Jakobswegs auf der Strecke von Luzern nach Bern, ca. 100 km. Zusammen mit 4 anderen Teilnehmern, sprich Männern, und dem Leiter starteten wir also diese woche53 mit dem Ziel, am Ende der woche53 Fragen auf meine Anliegen beruflicher und privater Natur geklärt zu haben. Ich erhoffte mir, tief aus meinem Inneren Antworten auf meine Fragen zu erhalten: 

 

Wie soll meine berufliche Laufbahn künftig aussehen? Was kann ich gut? Wo kommen meine Talente zum glänzen? Welche Arbeit gibt mir eine tiefe innere Befriedigung und einen Sinn? Wie sieht mein privater Weg aus? Ist mein neuer Partner der Mann, mit dem ich alt werden möchte? Für all diese Fragen und Gedanken bekamen wir anfangs ein Notizbuch überreicht, welches mein treuer Begleiter für meine Gedanken wurde.

 

Der Tag startete jeweils in der Natur. Und Stück für Stück wurden wir mit Norberts Coaching näher an uns selber, an unser Selbst herangeführt mit sogenannten Impulsen resp. Tagesthemen. Fragen, die uns im Leben beschäftigen, bekamen Raum und Zeit. So konnte es durchaus sein, dass ich zwei Stunden vor mich hin wanderte, umgeben vom kleinen Bächlein, Vogelgezwitscher und den Regentropfen, und dabei meditativ bei jedem Schritt eine Frage wiederholte: Was will das Leben von mir? Ohne dabei bereits auf eine Antwort zu hoffen – einfach gehend mit dieser Frage und dem Vertrauen, dass sich die Antwort bis Ende Woche automatisch einstellen und zeigen werde. So lernte ich mich also im Gehen neu kennen. Ich gewann durch die verschiedenen Einzelcoachings mit dem Leiter am Nachmittag (auch im Gehen) oder durch den Austausch mit meinen Kollegen neue Erkenntnisse und bekam Feedback auf eine neue Art. Fragen wurden geklärt und durch das Wandern jeweils morgens in der Stille, ohne zu sprechen, stellte sich eine tiefe innere Ruhe ein und ich war eins mit der Natur. Mein Selbstvertrauen wuchs und ich wusste, Ende Woche werde ich die Antworten auf meine Fragen haben. So war es dann auch. Einigen Ballast habe ich auf diesem Weg zurückgelassen. Druck ist von mir abgefallen, neue Erkenntnisse habe ich gewonnen. Mit einem Plan für die Umsetzung zurück im Alltag und einer Checkliste für die Qualitätskontrolle begab ich mich zurück zu meinen Liebsten und zurück in die berufliche Umgebung. Das stille Gehen habe ich bereits in meiner Beziehung umgesetzt und wir schätzen es beide, still lächelnd 2 Stunden in der Natur zu wandern und nachher Gedanken miteinander auszutauschen. Für meinen beruflichen Weg gibt es auch einen Plan, welchen ich mit meiner Vorgesetzten weiterverfolge. An dieser Stelle möchte ich meinem Arbeitgeber herzlich danken für diese Möglichkeit. Diese woche53 hat für mich die Wirkung wie ein Sabbatical und einen riesen Mehrwert. Ich kann die woche53 als Investition mit Weitblick für junge Talente wie für gestandene Führungskräfte, als Reflektion des eigenen Lebens für das berufliche wie private Gleichgewicht und Glück nur empfehlen. 

 

Wie eines meiner Lieblingslieder, es stammt von Xavier Naidoo, war diese Erfahrung:

 

Dieser Weg wird kein leichter sein

Dieser Weg wird steinig und schwer

Nicht mit vielen wirst du dir einig sein

Doch dieses Leben bietet so viel mehr