Teilnehmer Reprise, Beat A., 50 Jahre, Zürich

 

Die Reise zum eigenen Lebenskonzept

 

woche53 ist eine Reise. Sie macht Halt an verschiedenen Stationen. An einigen wird Ballast abgeworfen oder ganz einfach nicht mehr Gebrauchtes liegen gelassen. Damit sind nicht Dinge aus dem Wanderrucksack gemeint, sondern Aspekte aus dem Leben, die bremsen oder nicht mehr passen. An anderen Stationen wird Neues an Bord genommen, neue Überzeugungen aus einem Gespräch oder auch ein Fingerzeig aus der Natur, der etwas mitteilen will.

 

Raum für Entwicklung

 

In der woche53 lassen die Teilnehmenden das Gedränge des Alltags mit Termindruck, Medieneinflüssen und verstopften Pendlerwegen hinter sich und finden in der Natur Raum und Zeit, um an die tiefer liegenden Fragen des Berufs- und Privatlebens heranzukommen und diese zu bearbeiten. Während den fünf Tagen im Entwicklungsraum wird klarer, welche Lebensziele ich erreichen will und welche Weichen ich dafür stellen muss.

 

Drei ganz alltägliche Dinge sind für diesen inneren Weg zum eigenen Konzept hilfreich:

  • Aufmerksamkeit: im Hier und Jetzt sein, allein oder in der Gruppe
  • Offenheit: bereit sein, sich auf sich einzulassen
  • Mut: das Vertrauen in sich selbst aktivieren

In Dankbarkeit gehen lassen

 

„Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind. Wir sehen sie so, wie wir sind.“ (Anaïs Nin). Auch die Aufmerksamkeit im Entwicklungsraum ist geprägt von den bestehenden Lebens- und Denkmustern, in denen wir uns bewegen und mit denen wir bewerten.

 

woche53 ermöglicht den achtsamen Umgang mit dem Moment, die Aufmerksamkeit auf das aktuell Erlebte zu richten und so zum Beobachter seiner Selbst zu werden. Die dankbare Würdigung des Bisherigen und Erreichten wird so möglich. Die Teilnehmenden dürfen Bestehendes gehen lassen und nicht mehr Benötigtes bei geeigneter Witterung dem Feuer überlassen. Dies schafft Raum, um neue Gefühle, Gedanken und Wege wahrzunehmen und zuzulassen.

 

Die Berufung wird Realität

 

Raum und Achtsamkeit schaffen in woche53 einen Teil der Voraussetzungen, um sich auf etwas Neues einzulassen, das die Teilnehmenden näher an die Bestimmung ihres Lebens bringt. Vielleicht ist dieser Ruf schon einmal ertönt, wurde aber nicht erhört.

 

In woche53 werden Offenheit, Träume und Wünsche nicht blossgestellt, sondern zugelassen und aktiv bearbeitet. Die eigene Bestimmung wird mit der Beantwortung einer Reihe präziser Fragen zu einer Berufung geformt, die der Vision des eigenen Lebens näher kommt. Diese gibt uns die Energie, um auf der Spur zu bleiben und den Mut zum kalkulierten Risiko aufzubringen, der für Veränderungen notwendig ist.

 

Auf dem Weg zum eigenen Konzept

 

Während Menschen in der ersten Hälfte ihrer Lebensreise in Beruf und Partnerschaft ihre Identität suchen und dabei verschiedene fremde Konzepte testen, rücken in der zweiten Lebenshälfte Inhalt und Sinn und die Umsetzung des eigenen Lebenskonzeptes in den Mittelpunkt.

 

woche53 ist für Menschen, die das Älterwerden nicht als Bedrohung akzeptieren und ihre zweite Lebenshälfte mit mehr Selbstkompetenz und Autonomie angehen wollen. Über Erfahrungen des Lassens, Reflexion und Mut zur Vision kommen die Teilnehmenden ihrer Berufung näher und beginnen, an ihrem eigenen Lebenskonzept zu bauen.