28.05.2018
Viele leistungsorientierte Menschen machen nicht gerne Fehler. Darum wird häufig sehr viel Energie in die Vermeidung von Fehlern investiert. Dass dies nicht unbedingt die beste Taktik ist, wusste schon Theodor Fontane: „Wer aufhört, Fehler zu machen, lernt nichts mehr dazu.“ Und etwas später sang Ingrid Steger in ihrer unbeschwerten Art (Leute über 50 mögen sich noch erinnern): „Aus Fehlern wird man klug, drum ist einer nicht genug!“. Denn Fehler oder Niederlagen können zu wahren...
05.04.2018
Am Anfang dieses Jahres starb ein Freund und Netzwerkpartner von mir. Einfach so. Herzstillstand im Fitnessstudio. Ende fünzig - topfit, viele Pläne, lebensbejahend. Wenige Stunden vor seinem Tod schrieb er mir noch ein Email - als ich es beantwortete, lebte er schon nicht mehr. Dieses Ereignis löste bei mir einiges aus und veranlasste mich, mir Gedanken zu machen zu meinem eigenen Umgang mit der kostbaren Lebenszeit. Auch wenn wir gerne leben und sich unser Lebenskreis nicht zu früh...

22.01.2018
Nur mal angenommen, es gäbe in unserem Leben so etwas wie einen Aufruf am Flughafen: „Abflug mit Swiss 134 nach Phnom Penh“, und du wüsstest genau, dass das dein Aufruf ist. Dass du jetzt los gehst und eine Reise beginnst, bei der noch einiges ziemlich ungewiss ist. Du bist gespannt, neugierig, vielleicht auch etwas ängstlich. In dem Moment, in dem dein Flugzeug von der Piste in Zürich-Kloten abhebt, erahnst du schon, dass du bei der Rückkehr nicht mehr ganz die- oder derselbe sein...
13.12.2017
Genau, der Körper als ein Spiegel der Seele ist ein seit langem geläufiger Ausdruck. Er beschreibt das Widerspiegeln von Gedanken und Gefühlen im Körper, meist non-verbal als Haltung, Mimik oder Gestik. Fühle ich mich traurig, so lasse ich gerne einmal Kopf und Schultern hängen. Fühle ich mich dagegen kraftvoll und erfolgreich, richte ich meinen Körper auf und strecke nach einer besonderen Leistung vielleicht sogar meine Arme zum Jubel in die Höhe. Übrigens ein Verhalten, das sich in...

21.11.2017
Nie war es spannender, über 40 Jahre alt zu werden. Warum? Weil sich die künftigen Lebensentwürfe immer mehr an einem 30/30/30-Modell orientieren: Die ersten 30 Jahre dienen primär dem formalen Lernen, dem Aufbau unseres Wissens, der Entwicklung der sozialen Persönlichkeit, der beruflichen Sozialisierung, dem Erwachsenwerden und dem Ausprobieren. Das zweite Drittel - also von 30 bis 60 - steht im Zeichen des beruflichen Zenits, der Reifung, der Familienphase und der Laufbahngestaltung. Und...
13.11.2017
Unsere hochbewegte Welt verlangt von jedem von uns ein zunehmendes Mass an Agilität. Wenn du agil bleibst, kannst du deinen Beitrag in der Welt und damit ein Stückchen der Welt aktiv gestalten. Dieses Gefühl von Wirksamkeit erhöht die Freude. Wir können jedoch auch allzu agil sein und jedem Reiz nachspringen - und von denen gibt es vor allem seit der flächendeckenden Ausbreitung der sozialen Medien unendlich viele. Wer gewissermassen „überagil“ ist, läuft Gefahr, den Fokus zu...

08.09.2017
Zufriedenheit ist ein Ergebnis, ein Produkt aus mindestens zwei Teilen. Sie entsteht, wenn du deine dir selbst gesteckten Ziele erreichst. Und auch, wenn du den Dingen, die dir zuwachsen wollen, ihre Zeit lässt. Was braucht es dazu?
01.09.2017
Der israelische Historiker Yuval Harari sagt, dass unser Ich „nur“ aus Erzählungen besteht. Diese Geschichten sind eine wirre Bricolage, eine unbeständige Vielfalt, die von keinem Ich zusammengehalten wird. Mit Erzählungen versuchen wir, in das Chaos unserer Erfahrungswelt ein Minimum an Zusammenhang und Beständigkeit zu bringen - und zwar im Nachhinein. Dabei werden aktuelle Erfahrungen und auftauchende Erinnerungen, die diese Erzählungen stören könnten, ausgeblendet. Wenn unser Ich...

14.05.2017
Während der woche53 vom 10.-13.5.2017 haben wir beim Karthäuser-Kloster im Valsainte verweilt. Zum Abschied gab uns der 92-jährige Bruder Pförtner eine Weisheit mit auf den Weg, die sich während seines langen Lebens herausgebildet hat: "Beten und Lachen hilft in allen Sachen." Wie kann man das deuten? - Auf der einen Seite ist das Nachdenken und Verbundensein mit dem inneren Auftrag. Das gibt uns Tiefe. Auf der anderen Seite ist die Unbeschwertheit und Lebensfreude, bei allem, was wir...
26.03.2017
t ist gleich i bedeutet: Menschen investieren Zeit (t) in das, was sie interessiert (i). "Ich habe keine Zeit" bedeutet bei genauerer Betrachtung: "Ich habe kein Interesse." Dieses Abwägen erfolgt meistens unbewusst. Achte dich mal darauf, wenn du nächstes Mal "keine Zeit" hast. - Die Sache ist allerdings manchmal noch etwas komplizierter. Denn ob wir unsere Interessen wirklich leben, selbst wenn wir die Zeit dafür aufbringen wollten, hängt wesentlich auch noch davon ab, ob wir genügend...

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